Diverses

Sohlenblitz 2015

 

 

 

Der Gewinner des diesjährigen Sohlenblitz heisst Noe. Herzliche Gratulation!

Die weiteren Plätze belegen:

02. Gregor

03. Fabian

04. Sidney

05. Gian-Luca

06. Roger

07. Patrick

08. Dome

09. Raphi

10. Maeni

11. Peter

12. Roberto

13. Elch

14. Tobias

15. Shoulders

16. Paul

Sohlenblitz 2013

Und der Gewinner des Jahres 2013 heisst „Keule“. Dies wohl wegen den wirklich unerträglichen Fussschmerzen! Aber nächstes Jahr geht er sicher erst als Zweiter nach Hause und somit der Sohlenblitzpreis an jemand anderen.

01. Keule
02. Fabian
03. Schwabomat
04. Dave
05. Blasi
06. Luescher
07. Rolf
08. Kurt
09. Andy
10. Gregi
11. Mike
12. Alfi
13. Elch
14. Stephi
15. Ruedi
16. Winnie

Ein buntes Haus fällt in Treinfeld auf. Der Grund ist aber nicht fröhlich, sondern lästig: Familie Schilling kämpft seit elf Jahren mit einer Käferart. Fotos / Text: Tanja Kaufmann (http://www.np-coburg.de)

  
Die bunte Hülle schützt vor der Begasung, die der Käferbefall im Hause Schilling notwendig machte. Carmen und Thomas Schilling hoffen, dass ihr Haus nun endlich käferfrei ist.

08.10.2011, Treinfeld – Carmen Schilling ist mit den Nerven am Ende. Drei Mal ist sie in den vergangenen sieben Wochen umgezogen – mit Mann, zwei Kindern und einem Neugeborenen. Ihr Haus kann sie momentan nicht betreten: Hier herrscht der Messingkäfer.

„Viele wissen gar nicht, dass es den gibt“, erzählt die dreifache Mutter, die zwangsweise zur Käferexpertin geworden ist. Denn seit sage und schreibe elf Jahren hat die Familie im beschaulichen Treinfeld ungebetene Untermieter. Damals haben Carmen Schilling und ihr Mann Thomas die Renovierung ihres Häuschens angepackt. Notwendig, aber eben doch ein Fehler, wie sich herausstellen sollte. Der Messingkäfer, eine nur etwa vier bis fünf Millimeter große Kreatur, lebt oft unerkannt und lange im Verborgenen im alten Gebälk – bis er gestört wird.

„Wir wollten nur ein paar alte Böden und Decken auswechseln“, berichtet Carmen Schilling, „doch das ist uns zum Verhängnis geworden“. Vier Wochen nach den Sanierungsarbeiten krochen die Käfer ans Tageslicht, und zwar „massenhaft“, wie sich die Mutter schaudernd erinnert. Das Haus gehörte ihren Großeltern, die nie Probleme gehabt hatten, ebenso wenig die Eltern, die danach im Fachwerkhäuschen lebten. Doch die bauten ja auch nicht um und weckten so die Plagegeister auf. Gleich nachdem das Ehepaar die Krabbeltiere entdeckt hatte, versuchten sie es seinerzeit mit ersten Maßnahmen: Die Decken wurden durchlöchert und gepudert, doch die Käfer kamen immer wieder. „Jedes Jahr eine andere Generation“, sagt Carmen Schilling, „immer von August bis November“. Vor drei Jahren rissen die Schillings für mehrere tausend Euro sogar Decken und Böden heraus, geholfen hat es nichts.

Der Messingkäfer ist nachtaktiv, was besonders unangenehm für die menschlichen „Mitbewohner“ ist. Jeden Morgen sammelten die dann hunderte von Käfern zusammen, „über 2000 waren es in den letzten beiden Monaten“, so Carmen Schilling. Denn da kam die Plage verstärkt wieder auf.

Auch mit Schlupfwespen haben es die Treinfelder schon probiert oder mit Silikat-Spray, im Grunde gibt es nichts, was die Schillings noch nicht probiert haben – auf eigene Kosten , versteht sich. Denn der Messingkäfer ist kein Schädling, „außer dass er Stoffe frisst, macht er nichts“, weiß Carmen Schilling: „Er ist nur eklig.“Sie sagt, sie sei schon belächelt worden, sie sei hysterisch; doch wer eine Ungezieferplage, erst recht über eine so lange Zeit, noch nicht erlebt hat, weiß nicht, wie sich die Familie fühlt. „Viele träumen von einem alten Fachwerkhäuschen“, so Carmen Schilling, „da denkt doch keiner an so etwas“.

Noch einmal müssen die Schillings tief in die Tasche greifen: Auf 17 600 Euro lautet der Kostenvoranschlag für die wirklich allerletzte Lösung. Mit Sulfuryldifluorid ist das gesamte Haus nun begast worden. Zu diesem Zweck hat es die ausführende Firma auch in eine dichte Hülle in Schwarz-Rot-Gold gehüllt. Passenderweise gleich einen Tag nach dem deutschen Feiertag. Doch zum Feiern ist Familie Schilling immer noch nicht zumute. Zu sehr zehrten die letzten Wochen an den Nerven: Alle Lebensmittel, Toilettenartikel und Pflanzen mussten vorher aus dem Haus geräumt werden; Kleider und Möbel durften bleiben.

Das Gas, das Ventilatoren zwei Tage lang durch die Räume bliesen, soll nach ein paar tagen rückstandsfrei verschwunden sein. Und dann darf auch die Familie in das hoffentlich käferfreie Haus wieder einziehen. Das wäre das schönste Geschenk für Carmen Schilling und ihre Familie: Passend genau zum 150. Jubiläum ihre Elternhauses, das sie in diesem Jahr feiern könnte.