Geschichte

Am 14.04.1962 treffen sich im Restaurant Viadukt (späteres Happy-Night) 6 Männer zur Gründungsversammlung einer neuen Guggenmusik.Erster Präsident wird Max Derendinger. Die ersten Proben finden bei Jacky in seinem Restaurant dem
Jägerstübli (heutiges Jackson’s Pub) in Aesch statt. Jacky ist es denn auch, welcher dem neuen Verein den Namen „Messingkäfer“ gibt. Mit etwa 25 Aktiven bestreiten die Messingkäfer 1963 ihre erste Fasnacht. Im November des gleichen Jahres beziehen die Käfer ihr neues Stammlokal, das Restaurant Vogesenstube in Basel. Von 1965 bis 1972 nehmen die Messingkäfer neben der Basler Fasnacht aktiv am Rosenmontagsumzug in Mainz teil. Jeweils von Freitag bis Dienstag wüten die Messingkäfer in Mainz und Umgebung. Zudem treten die Käfer jedes Jahr am Dienstag vor dem Aschermittwoch in der damals bekannten ZDF-Fernsehsendung „Drehscheibe“ auf.

Im Jahr 1966 erlebt die Gugge den ersten grossen Crash. Nach nur 4 Jahren schrumpft der Verein auf ca. 15 Aktivmitglieder. Bis Ende der Sechziger erholen sich die Käfer jedoch wieder. Weil man sich mit einer im gleichen Stammlokal domizilierten Gugge nicht sonderlich gut versteht, suchen sich die Messingkäfer 1970 ein neues Stammlokal. Man wird im Restaurant zum alten Schimmel in Basel fündig. Zudem wird Kurt Grieder neuer Präsident der Gugge.


1972 nehmen die Messingkäfer zum ersten mal am Drummeli teil. Der Auftritt erfolgt gemeinsam mit der Guggemuusig Fuegefäger. Das Sujet der Fasnacht ’73 heisst: „der letzte Schweizer“. Als Requisit dient eine waschechte Sau. Allerdings wird dieses Säuli von der Bevölkerung mit gemischten Gefühlen bewundert. Die einen finden es „härzig“, die anderen finden dies eine Tierquälerei. Im gleichen Jahr zügeln die Messingkäfer erneut und finden im Restaurant Drei Könige in Kleinhüningen eine neue Bleibe. Am 4. Oktober 1974 erfreuen sich auch ein paar Messingkäfer am IG Gugge Clochard-Treffen in Basel mit dem berühmt berüchtigten „sitt-in“ in der Steine.

   

25 Joor Gugge-IG: Das Jubiläumsfest vom 19. Februar 1976 dauert bis in die frühen Morgenstunden – trotzdem finden die letzten Käfer erst gegen abend nach Hause. Im Jahr 1978 brechen die Messingkäfer am Fasnachtsmontag den Cortège nach knapp der Hälfte um 15.30 ab. Am Fasnachtsmittwoch wird nur noch ein Viertel des Cortège absolviert. Fasnachtsbummel findet keiner statt, dafür führt der Herrenbummel mit der SBB ab Basel nach Baden, von wo es mit Rollschuhen bis Zürich-Kloten weitergeht. Zurück wird mit der Swissair geflogen! 1980 tritt Kurt Grieder als Präsident zurück. Sein Nachfolger wird Christian Schleuniger.

Im Januar 1981 beziehen die Messingkäfer im UG des Restaurant Müllheimerhof ihren neuen Guggenkeller. Am Guggentreffen in Baden belegen die Messingkäfer von 60 Teilnehmern den 4. Schlussrang. Im Sommer ’81 reisen die Messingkäfer nach Dieppe (F) an der Aermelkanalküste. Dort entsteht die Idee zum neuen Stammkostüm „Diepper“, mit welchem man 1982 am Monster auftritt. Im Mai nehmen die Messingkäfer zusammen mit der Gugge Sumpf am Mammut-Treffen in Hofstetten teil. An der Vorfasnacht 1984 in Reinach schaffen es die Käfer, innert 15 Minuten zwei Trommeln zu verschleissen. André Kämpf -er fährt kurzentschlossen nach Basel- ist es zu verdanken, dass vor dem Guggekonzert wieder zwei neue Trommeln bereit stehen. Hans Cereghetti übernimmt das Präsidium.

Die Jubiläumsreise zum 25-jährigen Geburtstag führt die Messingkäfer im Mai für vier Tage nach Köln. Die Vorfasnacht 1989 verbringen die Käfer in Playa d’Aro (E). In den achziger Jahren bis Anfangs der Neunziger haben die Messingkäfer viele Auftritte in Frankreich. So führen die Reisen mehrmals nach Calais. Weitere Stationen sind Lille, La Gorgue, Lens, Aix les Bains, Vierzon, Bellegarde oder Bagneux-Paris. Im Januar 1991 treten die Messingkäfer gemeinsam mit der Gruppe „Crazy“ am Gasse-Jätter-Oobe im Stadtcasino auf. Zudem im Februar: Auftritt mit der Kindergugge „Bodesuuri“ aus Reinach am Drummeli (40 Joor IG-Gugge). Im September findet auf dem Barfi das grosse Jubelfest statt.

1992 treten die Messingkäfer erneut am Drummeli auf. Diverse Güggeler anderer IG-Guggen werden für eine Woche ein „Käfer“ und
verstärken uns allabendlich musikalisch. Am 14. April: Anlässlich unseres 30. Geburtstages findet im Restaurant Aida eine kleine Feier statt. Ab 1993 verbringen die Messingkäfer die Vorfasnacht wieder jedes Jahr in und um Mainz.

An Ostern 1993 reisen wir auf Einladung des französischen Fernsehsenders Antenne-2 mit unseren Frauen nach Paris. Dort haben wir am Samstag unseren Auftritt in der Sendung „Dimanche-Martin“. Am Sonntag fahren wir weiter nach Roubaix, denn dort unterhalten wir anlässlich des Radrennklassikers „Paris-Roubaix“ vor der Zielankunft die Zuschauer im Velodrom. An der GV 1993 übergibt Hans Cereghetti nach 10-jähriger Amtszeit den Vorsitz an Markus Vögtli. Im März spielen wir vor dem Match FCB gegen GC vor 30’000 Zuschauern im alten Joggeli. Michael Udry gründet im September die FOF (Freunde des Oktoberfestes, Sektion Basel). Hauptzweck dieser rein internen Vereinigung ist der alljährlich gemeinsam stattfindende Münchner Wies’n-Besuch.

Wegen eines Wirtewechsels müssen wir Ende 1994 das Probelokal im Müllheimerhof verlassen. Während unserer Suche nach einer neuen Bleibe proben wir vorübergehend in den Restaurants Rheinfelderhof und Züribieter. Schlussendlich werden wir im Gundeli fündig und eröffnen in einem leeren Untergeschoss nach rund halbjähriger Bauzeit unseren eigenen Guggenkeller. Von Restaurationsbetrieben unabhängig, können wir unsere Vereinsaktivitäten neu
gestalten. So werden im Keller diverse Geburtagsfeste gefeiert, oder finden an Fussballturnieren im umgewandelten WM-Stübli Live-Uebertragungen der Spiele statt.